Newsletter
rcRegMan Newsletter Q3 2026

Liebe RegMan-Anwender,
die vergangenen Monate standen erneut im Zeichen wichtiger regulatorischer Aufgaben. Neben den laufenden Kostenprüfungen beschäftigte viele Netzbetreiber insbesondere die fristgerechte Erstellung und Abgabe des Erhebungsbogens zum Kapitalkostenaufschlag. Mit rcRegMan konnten die erforderlichen Berechnungen sowie die Befüllung des Bogens zum KKAuf effizient unterstützt werden. Die Erhebungsbögen zum Kapitalkostenaufschlag für das Basisjahr 2027 stehen sowohl für Strom als auch für Gas bereits im System zur Verfügung.
Auch innerhalb unseres Teams gibt es Neuigkeiten: Seit dem 1. Mai verstärkt Mats Franke als neuer Referent fürs Regulierungsmanagement unser Team, der bereits in den vergangenen 1,5 Jahren als Werkstudent insbesondere an der Weiterentwicklung des Kalkulationsmoduls mitgewirkt hat. Zudem begrüßen wir seit Mitte April mit Niclas Funke einen weiteren Werkstudenten, der uns im kaufmännischen Regulierungsmanagement unterstützt.
In dieser Ausgabe informieren wir Sie über den aktuellen Stand der Entwicklungen rund um den BNetzA Data Hub und blicken auf unsere Roadshow-Termine im Juni zurück. Darüber hinaus stellen wir die neuesten Entwicklungen im Kalkulationsmodul vor, unter anderem die neue interne Verprobung Strom sowie die derzeit überarbeitete Version für Gas. Ein weiterer Beitrag gewährt Einblicke in den Bereich Netzdienste der regiocom. Anschließend werfen wir einen Blick auf aktuelle regulatorische Entwicklungen. Den Auftakt bildet ein Gastbeitrag der IfE zum Thema „Empfehlung zur Berechnung unternehmensspezifischer Standardlastprofile auf Basis der VDEW-/BDEW-Profile 2025“. Außerdem werfen wir einen Blick auf das neue Hintergrundpapier zu AGNES und die damit verbundenen Änderungen der Netzentgeltkalkulation im Zuge der fünften Regulierungsperiode. Darüber hinaus stellen wir Ihnen in unserer Rubrik „Wer mit wem“ die Netzbetreiber vor, die im vergangenen Quartal neu zur rcRegMan-Familie hinzugekommen sind. Wie gewohnt runden wir den Newsletter mit einem Überblick über bevorstehende Termine, Veranstaltungen und Austauschformate ab und geben einen Ausblick auf die nächsten Gelegenheiten zum persönlichen Austausch mit unserem Team.
Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre und freuen uns auf den weiteren Austausch mit Ihnen.
Ihr rcRegMan-Team

Der BNetzA Data Hub nimmt Form an. Nach dem ersten Testbetrieb ist klar: Die Plattform wird nicht nur ein neuer Meldeweg, sondern verändert die Art, wie regulatorische Daten künftig bereitgestellt, geprüft und korrigiert werden. Für Verteilnetzbetreiber wird das Thema spätestens mit dem geplanten Monitoring nach § 35 EnWG relevant.
Im Mai und Juni 2026 hat die Bundesnetzagentur den ersten Testbetrieb des Data Hub durchgeführt. Erprobt wurden zentrale Abläufe – von der Datenübermittlung bis zu Aufgaben, Rückmeldungen und Korrekturprozessen. Damit wird sichtbar, wie regulatorische Datenerhebungen künftig organisiert werden: als konkrete Aufgaben, mit automatisierter Prüfung und systematisch zurückgespielten Korrekturen.
Aktuell liegt der Fokus vieler Unternehmen noch stark auf HEDWIG und den damit verbundenen Energiemarktdaten. Gerade Verteilnetzbetreiber kommen häufig zu dem Schluss, zunächst nicht betroffen zu sein. Viele Daten liegen bereits bei vorgelagerten Netzbetreibern oder zentralen Stellen vor und sollen dort gebündelt übermittelt werden.
Für HEDWIG mag diese Einschätzung in Teilen zutreffen. Für die weitere Entwicklung des Data Hub greift sie jedoch zu kurz.
Denn die Bundesnetzagentur plant, den Data Hub für weitere regulatorische Datenmeldungen zu nutzen. Besonders relevant für Verteilnetzbetreiber ist dabei das Monitoring nach § 35 EnWG, das nach aktuellem Stand im kommenden Jahr über den Data Hub durchgeführt werden soll.
Damit verändert sich die Ausgangslage. Das Monitoring ist keine Datenlieferung, die vollständig über vorgelagerte Stellen abgewickelt werden kann. Die Verantwortung für Vollständigkeit, Konsistenz und fristgerechte Bereitstellung liegt unmittelbar beim Netzbetreiber.
Wer sich erst dann intensiv mit dem Data Hub beschäftigt, wenn die konkrete Aufgabe erscheint, wird kurzfristig reagieren müssen. Ohne vorbereitete Datenstrukturen und Prozesse bleibt im Zweifel die manuelle Bearbeitung über das Webportal. Das kann aufwendiger werden als die bisherige Excel-Erhebung – insbesondere, wenn Daten aus verschiedenen Bereichen zusammengeführt, geprüft und korrigiert werden müssen.
Die erste Testphase zeigt: Der Data Hub ist nicht nur ein technischer Meldeweg. Er erhöht die Anforderungen an die vorgelagerte Datenarbeit im Unternehmen. Für Regulierungsmanager bedeutet das, frühzeitig Datenquellen, Verantwortlichkeiten und Prüfprozesse in den Blick zu nehmen.
Als regiocom begleiten wir diese Entwicklung aktiv. Wir möchten Anforderungen an regulatorische Datenlieferungen frühzeitig einordnen und in die Ausgestaltung einbringen. Perspektivisch werden rcRegMan und RegMan die Datenlieferung an den BNetzA Data Hub über eine Schnittstelle unterstützen, sobald die erste regulatorische Berichtspflicht diesen Weg erfordert.
Dazu planen wir ein Austauschformat mit interessierten Kunden. Wenn Sie Anforderungen, Prozessfragen oder Schnittstellenthemen einbringen möchten, sprechen Sie uns an.
Artikel erstellt von Lars Plagemann
Auch in diesem Jahr haben wir unsere erfolgreiche Veranstaltungsreihe „rcRegMan – Digitale Roadshow“ fortgesetzt und konnten erneut zahlreiche Kunden sowie viele neue Interessenten für eine Teilnahme begeistern.
An zwei Veranstaltungsterminen am 09. Juni und 16. Juni 2026 informierten wir digital über aktuelle Entwicklungen rund um rcRegMan, praxisnahe Anwendungsfälle und die vielfältigen Möglichkeiten zur Unterstützung regulatorischer Prozesse.
Die Resonanz war durchweg positiv: Insgesamt durften wir 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 20 Stadtwerken und Netzbetreibern begrüßen. Besonders gefreut hat uns die bunte Mischung aus kleinen und großen Unternehmen sowie die ausgewogene Teilnahme von langjährigen Kunden und neuen Interessenten.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltungen waren die Praxisbeiträge unserer Kunden. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Frau Kammerer für ihren erfrischenden und praxisnahen Beitrag aus Bonn bedanken. Ebenso gilt unser großer Dank Herrn Scherer, der spannende Einblicke in die Einführung der Netzkostenkalkulation (NEK) bei der EWR in Alzey gegeben hat.
Die hohe Teilnehmerzahl und das positive Feedback zeigen, dass der Bedarf an praxisnahen Informationen und digitalen Lösungen im Regulierungsmanagement weiterhin groß ist. Dies bestärkt uns darin, das Format auch künftig fortzuführen.
Schon heute freuen wir uns darauf, unsere Kunden und Interessenten zur nächsten rcRegMan-Roadshow im November begrüßen zu dürfen und gemeinsam neue Impulse für ein modernes und digitales Regulierungsmanagement zu setzen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Interesse und ihre Zeit.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei der nächsten Roadshow!
Artikel erstellt von Angelika Polifka
Die Verprobung ist für viele Anwender ein zentrales Werkzeug, um Kalkulationen der Netzentgeltkalkulation nachzuvollziehen und Ergebnisse zu prüfen. Deshalb haben wir die bisherige Version grundlegend überarbeitet und sowohl optisch als auch funktional weiterentwickelt.
Ziel der Überarbeitung war es vor allem, die Übersichtlichkeit deutlich zu verbessern. Während die bisherige Lösung über die Jahre gewachsen ist, stand nun der Wunsch im Vordergrund, alle relevanten Informationen auf einen Blick verfügbar zu machen. Das neue Layout sorgt für eine klarere Struktur und erleichtert die Analyse der Ergebnisse erheblich.
Ein besonderer Fokus lag auf der Plausibilisierung. Anwender erkennen nun deutlich schneller, ob die zugrunde liegenden Daten vollständig und die Ergebnisse nachvollziehbar sind. Die neue Variante weist beispielsweise auf fehlende Kennzahlen hin, macht auf auffällige Abweichungen zum Vorjahr aufmerksam und erkennt Unstimmigkeiten in den Preiskurven, etwa wenn sich diese unerwartet schneiden. Dadurch lassen sich potenzielle Fehlerquellen frühzeitig identifizieren und beheben.
Ergänzt wird die Verprobung durch überarbeitete Diagramme, die die Entwicklung und Struktur der Preiskurven anschaulich visualisieren. Zusätzlich steht ein Vorjahresvergleich zur Verfügung, der Veränderungen auf einen Blick sichtbar macht und die Bewertung der Ergebnisse unterstützt.
Es wird außerdem das zeitvariable Netzentgelt nach Modul 3 vollständig abgebildet. Aufgrund der steigenden Relevanz zeitvariabler Netzentgelte war es uns wichtig, die Anforderungen des § 14a EnWG konsequent zu integrieren und damit eine durchgängige Nachvollziehbarkeit der Berechnungen zu ermöglichen.
Auch für den Gasbereich arbeiten wir derzeit an einer umfassenden Überarbeitung. Die neue Lösung befindet sich bereits in der Testphase und orientiert sich optisch am Konzept der neuen Verprobung Strom. Damit schaffen wir künftig auch dort eine moderne und übersichtliche Prüf- und Analyseumgebung.
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie mehr über unsere Lösungen im Bereich der Netzentgeltkalkulation erfahren möchten, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Artikel erstellt von Mats Franke

Die regiocom Netzdienste, eine 100-prozentige Tochter der regiocom SE, unterstützt Netzbetreiber und Stadtwerke mit qualifizierten Monteurteams in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme. Unsere Stärke: die Kombination aus technischem Außendienst mit Fachkräften, Disposition, Kundenservice und fachlichem Backoffice.
Smart-Meter-Rollout aus einer Hand
Sie liefern die Rollout-Liste – wir übernehmen die Umsetzung:
- Terminierung und Kundenkommunikation
- Physischer Einbau der Smart Meter
- Klärfallbearbeitung
- Systemischer Einbau und Dokumentation in SAP, Schleupen oder anderen Systemen
So sichern Sie nicht nur die Erfüllung Ihrer Smart-Meter-Rollout-Quote, sondern auch eine durchgängige Datenqualität bis in das Abrechnungssystem. Gleichzeitig entlasten Sie Ihre eigenen Fachkräfte für andere Netz- und Infrastrukturprojekte.
Umsetzung der EU-Methangasverordnung
Sie suchen Unterstützung bei der Einführung des geforderten LDAR-Programms (Leak Detection and Repair)?
Mit fahrzeuggestützter Messtechnik führen wir die Leckageortung und Dokumentation effizient durch. Zur weiteren Kostenoptimierung kombinieren wir die Maßnahmen als zertifiziertes Gasrohrnetzüberprüfungsunternehmen mit der Überprüfung der Technischen Sicherheit nach DVGW G 465.
Erfahrung, auf die Netzbetreiber vertrauen
- L-/H-Gasumstellung für 38 Netzbetreiber und rund 1,5 Mio. Kunden
- 300.000 umgerüstete Wechselrichter im Rahmen der SysStabV
- Full-Service Smart-Meter-Rollout seit 2024
- LDAR-Messungen nach EU-Methanverordung und Gasrohrnetzüberprüfung seit 2025
- Monteurleistungen für Wasser- und Wärmenetze seit 2026
Leistungsumfang pro Jahr
Gas
- 6.000 km EU-Methanverordnung und Gasrohrnetzüberprüfung
- 2.000 GAP-Begehungen
- 500 Verdachtsflächenvalidierungen
- Über 20.000 Netzanschlusskontrollen, Zähler- und Reglerwechsel
Strom
- Über 15.000 Smart-Meter-, RLM- und Gateway-Einsätze
- Fachliches Front- und Backoffice für SAP und Schleupen
Wasser
- Über 20.000 Zählerwechsel und Serviceeinsätze
Qualität durch eigene Netzakademie
Neue Monteure werden in der regiocom Netzakademie gezielt für die Anforderungen von Netzbetreibern ausgebildet. Die Einarbeitung erfolgt im Patenmodell, die Qualitätssicherung durch verantwortliche Elektro- und Gasfachkräfte sowie in enger Zusammenarbeit mit dem DVGW.
Lassen Sie uns in einem Pilotprojekt zeigen, wie wir Ihre Mannschaft entlasten und regulatorische Anforderungen sicher umsetzen.
Artikel erstellt von Franka Simon-Host



Mit der Einführung der neuen Standardlastprofile (SLP) durch den VDEW / BDEW im Jahr 2025 stehen Verteilnetzbetreiber vor der Aufgabe, ihre bisherigen Berechnungs- und Prognoseansätze zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Die bisherigen VDEW / BDEW-Profile aus dem Jahr 1999 bilden das tatsächliche Verbrauchsverhalten im Tarifkundensegment nur ungenau und mit immer größer werdenden Abweichungen ab. Die aktualisierten Profile tragen veränderten Verbrauchsgewohnheiten, der zunehmenden Elektrifizierung sowie neuen Einspeise- und Laststrukturen Rechnung.
Warum eine unternehmensspezifische Anpassung sinnvoll ist:
Die neuen VDEW / BDEW-Profile bilden somit auf Basis von umfangreicheren Messungen durch intelligente Messystem im Kleinkundensegment eine valide und breit abgestützte Grundlage. Untersuchungen unsererseits zeigen, dass die neuen Profile tatsächlich zu einer Verbesserung führen können. Regionale Besonderheiten im Verbrauchsverhalten – etwa industrielle Strukturen, Durchdringung von Wärmepumpen oder Elektromobilität, dezentrale Erzeugungsanlagen mit zunehmendem Eigenverbrauch, saisonale Schwankungen oder spezifisches Absatzverhalten der Tarifkunden führen jedoch weiterhin zu signifikanten Abweichungen.
Eine darauf basierende Herleitung von unternehmensspezifischen Lastprofilen berücksichtigt diese Einflussfaktoren wesentlich zielgerichteter und erhöht die Prognosegüte, unterstützt bei einer effizienteren Netzplanung sowie in der Bilanzierung. Dies führt zu direkten wirtschaftlichen Vorteilen durch gezielte Energiebeschaffung, bessere Erkennung von Abweichungen sowie Steuerung von Lastspitzen und Vermeidung von unnötigen Kosten durch Fehlprognosen.
Weitere Mehrwerte ergeben sich zusätzlich bei den Kurzfristprognosen und der langfristigen Netzausbauplanung. Zudem lassen sich Engpasssituationen früher erkennen und Flexibilitätspotenziale gezielt nutzen. Dadurch können explizit Maßnahmen zur Lastverschiebung oder -reduktion entwickelt werden. Dies ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern unterstützt auch die Integration erneuerbarer Energien und trägt zur Netzstabilität bei.
Fazit:
Die neuen VDEW / BDEW-Standardlastprofile bieten einen wichtigen Modernisierungsschritt. Ihr volles Potenzial entfalten sie jedoch erst durch eine unternehmensspezifische Weiterentwicklung. Verteilnetzbetreiber, die frühzeitig in Datenanalyse und Modellierung investieren, schaffen die Grundlage für einen stabilen und zukunftsfähigen Netzbetrieb und langfristigen Kostenvorteilen gegenüber den VDEW / BDEW-Profilen.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Analyse Ihrer Datenbasis und der Entwicklung maßgeschneiderter Lastprofile.
Ihr Ansprechpartner:
David Rothamel
Teamleitung Technisches Regulierungsmanagement
+49 36847 54 97 – 39
Artikel erstellt von David Rothamel
Mit der Veröffentlichung des Diskussionspapiers zur Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNeS) hatte die Bundesnetzagentur (BNetzA) im vergangenen Jahr die Diskussion über die zukünftige Ausgestaltung der Stromnetzentgelte angestoßen. Viele der damals vorgestellten Ansätze waren noch als offene Fragestellungen formuliert.
Mit dem am 27. Mai 2026 veröffentlichten Hintergrundpapier hat die BNetzA nun erstmals ein Gesamtkonzept für die Netzentgeltsystematik ab 2029 vorgestellt. Auch wenn die weitere Konsultation noch aussteht, werden die Grundzüge der künftigen Ausgestaltung deutlich konkreter.
Netzentgelte für Haushaltskunden und Prosumer
Für die rund 40 Millionen Haushaltskunden in der Niederspannung soll sich an der grundsätzlichen Entgeltstruktur wenig ändern. Auch künftig werden die Netzentgelte über einen Grundpreis und einen Arbeitspreis erhoben. Neu sind jedoch verbindliche Vorgaben für die Ausgestaltung der Grundpreise. Prosumer mit eigener Erzeugungsanlage sollen künftig über einen höheren Grundpreis stärker an der Finanzierung der Netze beteiligt werden.
Kapazitätspreise für größere Verbraucher
Für Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 kWh soll der bisherige Leistungspreis durch einen Kapazitätspreis ersetzt werden. Ergänzend ist ein Aufschlag bei Überschreitung der bestellten Kapazität vorgesehen. Die BNetzA verfolgt damit das Ziel, die Entgeltsystematik stärker an der dauerhaft vorgehaltenen Netzkapazität auszurichten und gleichzeitig mehr Verbrauchsflexibilität zu ermöglichen.
Neuregelung der Kostenwälzung
Auch die Verteilung von Netzkosten zwischen den Netzbetreibern soll neu geregelt werden. Künftig sollen vorgelagerte Netzkosten stärker auf Basis des netzbezogenen Letztverbrauchs verteilt werden. Damit reagiert die BNetzA auf die veränderten Lastflüsse und die zunehmende Bedeutung dezentraler Einspeisung im Stromsystem.
Speicher beteiligen sich an der Netzfinanzierung
Für Stromspeicher sieht das Gesamtkonzept künftig eine Beteiligung an den Netzkosten über einen moderaten Kapazitätspreis vor. Arbeitspreise sollen nicht erhoben werden. Gleichzeitig werden bestehende Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen berücksichtigt. Heimspeicher in der Niederspannung bleiben weiterhin von gesonderten Netzentgelten ausgenommen.
Einspeisenetgelte für Erzeugungsanlagen
Bereits im vergangenen Jahr hatte die BNetzA die Beteiligung von Erzeugungsanlagen an den Netzkosten diskutiert. Nun zeichnet sich ein konkreter Ansatz ab: Erzeugungsanlagen sollen künftig einen moderaten jährlichen Kapazitätspreis entrichten. Für Bestandsanlagen und bestimmte bereits geplante Projekte sind umfangreiche Vertrauensschutzregelungen vorgesehen. Steckersolargeräte sowie Prosumer sollen von diesen Entgelten ausgenommen bleiben.
Dynamische Netzentgelte
Dynamische Netzentgelte bleiben ein Bestandteil des langfristigen Zielbilds. Im Vergleich zum Diskussionspapier 2025 wird jedoch deutlich, dass die Einführung schrittweise erfolgen soll. Nach weiteren Analysen sollen entsprechende Modelle frühestens ab 2030 und zunächst in ausgewählten Anwendungsbereichen eingeführt werden.
Sonderentgelte für industrielle Großverbraucher
Die zukünftige Ausgestaltung der bisherigen Sonderentgelte nach § 19 StromNEV soll erst in einer späteren Festlegung konkret entschieden werden. Für bestehende Regelungen sind Übergangslösungen vorgesehen. So soll die Bandlastregelung für Bestandskunden zunächst bis Ende 2031 verlängert werden.
Fazit
Mit dem Hintergrundpapier vom Mai 2026 hat die BNetzA die im vergangenen Jahr angestoßene Diskussion deutlich konkretisiert. Viele der damals noch offenen Fragestellungen wurden weiterentwickelt und in ein erstes Gesamtkonzept für die Netzentgelte ab 2029 überführt.
Für Netzbetreiber wird sich damit in den kommenden Jahren ein erheblicher Anpassungsbedarf ergeben. Die weiteren Entwicklungen werden wir aufmerksam verfolgen und deren Auswirkungen auf die Prozesse im Regulierungsmanagement weiterhin im Blick behalten.
Artikel erstellt von Mats Franke
rcRegMan-Familie bekommt weiteren Zuwachs
Die rcRegMan-Familie wächst weiter! Erneut konnten wir mit unserer leistungsstarken Software, unserer fachlichen Expertise und nicht zuletzt mit unserem persönlichen Charme überzeugen und weitere Kunden für rcRegMan gewinnen.
Ganz herzlich begrüßen wir die Stadtwerke Oranienburg GmbH in unserer rcRegMan-Familie. Die Verträge zur Nutzung des Systems im operativen Regulierungsmanagement sind unterzeichnet, die Software ist installiert und die Schulung erfolgreich durchgeführt. Nun gehen wir gemeinsam die nächsten Schritte – von der ersten Datensammlung bis hin zur Vorbereitung der ersten regulatorischen Abfragen.
Doch damit nicht genug: Auch ein weiteres Stadtwerk aus einer mittelgroßen Stadt im Süden des Landkreises Emsland und im Westen Niedersachsens hat sich für rcRegMan entschieden. Hier stehen wir noch am Anfang der Zusammenarbeit. Das erste Kennenlernen hat bereits stattgefunden und nun starten wir gemeinsam mit der Einrichtung des Systems sowie den Vorbereitungen für den produktiven Einsatz.
Auch für unseren Online-Service VERS konnten wir einen weiteren Kunden begeistern.
Aufgrund der Herausforderungen bei der Meldung von Versorgungsunterbrechungen auf dem BNetzA-Portal hat sich ein Stadtwerk aus dem Sauerland kurzfristig für unsere Lösung entschieden. Sie können seitdem Meldungen zu Versorgungsunterbrechungen in den Sparten Strom und Gas direkt aus der Software an die Bundesnetzagentur übermitteln. Die Übertragung in das entsprechende Portal erfolgt dabei automatisiert und effizient.
Wir bedanken uns herzlich für das Vertrauen unserer neuen Kunden und freuen uns darauf, gemeinsam innovative Ideen umzusetzen, Prozesse weiterzuentwickeln und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Wir wünschen allen neuen Anwendern einen erfolgreichen Start mit rcRegMan und VERS und freuen uns auf eine langfristige, vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Artikel erstellt von Angelika Polifka

Online-Schulung: Termine 2026
Wie sieht es bei Ihnen aus - haben Sie einen neuen Kollegen oder möchten Sie Ihr Wissen innerhalb der rcRegMan-Software noch einmal auffrischen?
Dann melden Sie sich gleich für eine unserer Online-Anwender-Schulungen an:
- Mittwoch, der 26.08.2026 oder
- Mittwoch, der 28.10.2026.
Abseits vom Tagesgeschäft machen wir einen „Rundflug“ über rcRegMan. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf alle Bereiche, probieren Funktionen direkt aus und klären offene Fragen zur Nutzung von rcRegMan.
Die Teilnahmegebühr für die Schulung beträgt 450 € netto pro Person. Teilnehmen können Mitarbeitende von Unternehmen, die bereits eine rcRegMan‑Schulung absolviert haben.
Neugierig geworden oder direkt Interesse?
Dann schreiben Sie uns einfach eine E‑Mail an support[@]rcregman.com – wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!
Sie wünschen eine individuelle Schulung, speziell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten?
Auch kein Problem, sprechen Sie uns gern an – wir finden gemeinsam die passende Lösung.
Co-Creation: Das planen wir für das nächste RegMan Release
Gemeinsam mit unseren Anwenderinnen und Anwendern entwickeln wir RegMan kontinuierlich weiter. Für das kommende Release befinden sich gerade mehrere Funktionen in der Umsetzung:
Import von Kennzahlwerten in Erhebungsbögen – inklusive Definition und Ausführung von Importen
Konfiguration von Einheiten auf Basis von SI-Einheiten
Einmal-Link für Passwortänderungen für einen komfortableren und sichereren Passwort-Reset, aber auch zur Nutzung für Neueinrichtungen
Überarbeitung des Sessionmanagements als technische Grundlage für zukünftige Sicherheitsfunktionen, darunter die geplante 2-Faktor-Authentifizierung
Parallel dazu arbeiten wir zur Zeit intensiv an der Erstellung eines Konzepts zur Neuentwicklung des noch fehlenden Grundbausteins im RegMan - dem Aufgabenbereich. In Workshops mit unseren rcRegMan-Anwender wurden Anforderungen gesammelt und verschiedene Umsetzungsvarianten diskutiert. Das Ergebnis kurz zusammengefasst:
Aus den bisherigen „Aufgaben“ werden künftig „Pflichten“ – ein Begriff, der den fachlichen Hintergrund deutlich präziser beschreibt. Gleichzeitig werden die Oberflächen übersichtlicher und selbsterklärender gestaltet.
Ein wesentlicher Neuerungspunkt ist die Einführung von Zeiträumen innerhalb der Pflichten. Dadurch werden Listen kompakter und Eigenschaften klarer strukturiert: Einige Merkmale gelten künftig übergreifend für alle Zeiträume, andere werden zeitraumabhängig verwaltet.
Zusätzlich führen wir Phasen innerhalb eines Zeitraums ein, um den gesamten Prozess einer Regulierungspflicht besser abzubilden – beispielsweise von Konsultation über Erhebung und Nachfrage bis hin zum Bescheid. Jede Phase verfügt dabei über eigene Fristen, Verantwortlichkeiten und Statusinformationen.
Die Umsetzung der neuen Pflichten-Funktionalität ist für den kommenden Sprint geplant, so dass Ihnen dieser Bereich ab November in der Preview-Version zum Selberklicken zur Verfügung steht. Haben Sie noch Ideen oder Anforderungen, die Sie uns mitteilen möchten, dann melden Sie sich gerne über co-creation@rcregman.com.
Wir freuen uns auf den nächsten großen Entwicklungsschritt und sind jetzt schon gespannt auf Ihr Feedback!
Save the Date: „RegMan Impulse & Dialog – Ihr quartalsweiser Austausch rund um Regulierungsmanagement“
Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, starten wir mit „RegMan Impulse & Dialog“ ein neues Format für den regelmäßigen Austausch mit unseren Anwendern.
Künftig treffen wir uns immer jeden 2. Mittwoch im 2. Monat des laufenden Quartals um 09:00 Uhr online. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen im Regulierungsmanagement frühzeitig zu teilen, Einblicke in die Weiterentwicklung von rcRegMan zu geben und den direkten Dialog mit Ihnen zu fördern.
Am 04. November ist es soweit: In den nächsten Tagen erhalten Sie die Einladung zum neuen Format inklusive des ersten Terminblockers. Die detaillierte Agenda folgt jeweils etwa sechs Wochen vor dem Termin.
Damit Sie langfristig planen können, versenden wir bereits zum Jahresende die Terminblocker für alle Veranstaltungen im Jahr 2027, sodass die Termine frühzeitig in Ihrem Kalender reserviert sind.
Seien Sie beim Auftakt von „RegMan Impulse & Dialog“ dabei – wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Artikel erstellt von Cathleen Huth
Regulierungsmanager*in (FH)
Diploma of Advanced Studies im Energiemanagement
Sie sind Mitarbeiter in einem Energieversorgungsunternehmen, mit den Aufgaben der Regulierung vertraut und möchten sich gerne weiterqualifizieren? Oder wollen Sie sich als (Quer-)Einsteiger fachkundiges Wissen aus dem Bereich des Regulierungsmanagements aneignen? Dann könnte das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium Regulierungsmanager (FH) das Richtige für Sie sein.
Schreiben Sie uns, wenn Sie Feedback oder Anregungen für weitere Themen haben. Sollte es zusätzlich Interessenten für unseren Newsletter in Ihrem Unternehmen geben, dann schicken Sie uns eine E-Mail mit den Namen und zugehörigen E-Mailadressen an support[at]rcregman.com. Falls Sie kein Interesse an weiteren Newslettern haben, geben Sie uns bitte auch kurz Bescheid (support[at]rcregman.com).